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03.12.2015, 11:40 Uhr | Herbert Winkel
„Im Landkreis Vechta wird Großes geleistet“
Landrat Winkel bei Podiumsdiskussion zu Flüchtlingen
„Flüchtlingskrise und kein Ende“ – unter dieser Überschrift hatte das Hermann-Ehlers-Bildungsforum Weser-Ems der Konrad-Adenauer Stiftung zu einer Podiumsdiskussion ins Gasthaus Sextro nach Oythe eingeladen.

Neben dem Vechtaer Landtagsabgeordneten Dr. Stephan Siemer, Dieter Fangmann (Beauftragter für Migration und Integration des Landes-Caritasverbandes für Oldenburg) und Thomas Mähnert (Landesvorstand der Johanniter) stellte sich auch Landrat Herbert Winkel den Fragen der rund 80 Gäste.

In der von Klaus Esslinger moderierten Runde beschrieb Winkel die Situation im Landkreis. Demnach hielten sich aktuell rund 2.300 Menschen im Landkreis auf, die als Asylbewerber eingereist seien. Weitere 928 Flüchtlinge müssten im Zuweisungszeitraum vom 1. Oktober 2015 bis Ende Januar 2016 Flüchtlinge aufgenommen werden – mit steigender Tendenz. „Wir erwarten für den kommenden Zuweisungszeitraum eine Verdoppelung der Quote, da das Land die Erstaufnahmeeinrichtungen entlasten möchte“, so Winkel.


Vechta - Für die Städte und Gemeinden bedeute dies zusätzliche Belastung, besonders bei der Beschaffung von dezentralem Wohnraum. Der Landrat kritisierte, dass die Auszahlung der Flüchtlingspauschale durch das Land sich nicht an den aktuellen Flüchtlingszahlen bemesse, sondern an den Daten aus 2014. Damals seien die Zahlen deutlich jedoch niedriger gewesen. „Wir müssen als Landkreis daher in erhebliche finanzielle Vorleistungen gehen“, erklärte Winkel die Lage.

Angesichts der Einrichtung der drei Erstaufnahmeunterkünfte im Landkreis lobte Winkel den Einsatz von ehrenamtlichen Helfern und hauptamtlichen Kräfte: „Der Aufbau in Damme, Lohne und Goldenstedt ist schnell und professionell gemeistert worden. Mein Dank gilt allen beteiligten Hilfs- und Rettungsorganisationen, aber auch den Mitarbeitern in den Verwaltungen. Im Landkreis Vechta wird Großes geleistet.“

Gleichzeitig betonte der Landrat, dass nach der Erstaufnahme die langfristigen Herausforderungen erst noch anstünden. Das betreffe vor allem die zügige Integration in Gesellschaft und Arbeitsmarkt. Grundvoraussetzung hierfür sei der Erwerb der deutschen Sprache.
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